Meiner Seel!

Meiner Seel!
Meiner Seel!; bei meiner Seele!
 
Der Ausruf »meiner Seel!« ist vor allem im Süddeutschen und Österreichischen als Ausdruck der Bekräftigung oder Beteuerung gebräuchlich. Es handelt sich dabei um eine Verkürzung von »ich schwöre es bei meiner Seele«, einer nach altem Rechtsbrauch üblichen Formel: Meiner Seel, ich hab getan, was ich konnte! - In Franz Werfels Roman »Der veruntreute Himmel« heißt es: »Wär' das Geld nicht gekommen, meiner Seel, am nächsten Tag hätt' ich die Strafverfolgung einleiten lassen« (S. 125). - Die gleichbedeutende Variante »bei meiner Seele« ist veraltet.
 
 
Werfel, Franz: Der veruntreute Himmel. Frankfurt a. M.-Hamburg: Fischer Bücherei 9, 1958. - EA 1939.

Universal-Lexikon. 2012.


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